Trauerverse 4

301

Man sieht die Sonne langsam untergehen und erschrickt doch, wenn es plötzlich dunkel ist.

302

In tiefer Dankbarkeit für alles, was er/sie uns in seinem/ihrem Leben geschenkt hat.

303

Christus lebt! Die wir für tot halten, leben und wir werden auch weiter gehen. Mit neuen Aufgaben, wie ich mir denke. So verkehrt sich das Verhältnis von Leben und Tod. Nicht das Leben währt, bis der Tod es beendet., sondern wir sind unter der Herrschaft des Todes, bis wir frei sind und ins Leben treten, hinüber in einen anderen Raum und eine andere Zeit.

Jörg Zink

304

Denn Leben und Tod sind eins, so wieder Fluss und das Meer eins sind. In der Tiefe eurer Hoffnungen und Wünsche liegt euer stilles Wissen um das Jenseits. Und wie der Samen, der unter Schnee träumt, träumt euer Herz vom Frühling. Traut den Träumen, denn in ihnen ist das Tor zur Ewigkeit verborgen.

Kahlil Gibran

305

Wir können es nicht in Worte fassen, was wir für Dich empfinden. Du wirst immer bei uns sein.

Namen der Hinterbliebenen

306

Niemand weiß, was der Tod ist, nicht einmal, ob er nicht für den Menschen das Größte ist unter allen Gütern.

Plato

307

Liebe und Sorge für die Familie war der Inhalt ihres/seines Lebens.

308

So bitter der Tod ist, die Liebe mag er nicht scheiden.

309

Ich bin gekommen, damit sie das Leben haben und es in Fülle haben.

Johannes 10,10

310

Trauert nicht, ihr meine Lieben, lasst ruhig mich hinübergehn,
im Glauben ist uns Trost geblieben und Hoffnung auf ein Wiedersehn.

311

Alles hat seine Zeit, zusammen zu sein und getrennt werden, gewinnen und verlieren, trauern und getröstet werden –
Alles hat seine Zeit.

312

Ich glaube, dass, wenn der Tod unsere Augen schließt, wir in einem Lichte stehen, von welchem unser Sonnenlicht nur der Schatten ist.

Arthur Schopenhauer

313

Jedes Menschenleben hat einen letzten Tag. Wer sein Leben auf Gott ausrichtet, braucht die letzte Nacht nicht zu fürchten.

Joh. Reymann

314

Am Grund des Herzen eines jeden Winters liegt ein Frühlingsahnen und hinter dem Schleier jeder Nacht verbirgt sich ein lächelnder Morgen.

Kahlil Gibran

315

Sie hat immer für uns gelebt, uns geliebt,
schenkte uns Nachsicht und Freude, wo immer es ging.

316

Die Menschen belasten dich? Trag sie nicht auf den Schultern.
Schließ sie in dein Herz.

317

Ihr/Sein Dasein und Lebensbild waren auf die Gnade des Glaubens gegründet. Ihr/Sein frohes Gemüt, ihr/sein Fleiß und die hingebende Sorge für die ihren/seinen, bleiben die unvergessliche Spur auf dem Wege, den sie/er tapfer und getreu voraus gegangen ist.

318

Ein guter, edler Mensch, der mit uns gelebt, kann uns nicht genommen werden. Er lässt eine leuchtende Spur zurück, gleich jenen erloschenen Sternen, deren Bild noch nach Jahrhunderten die Erdenbewohner sehen.

Thomas Carlyle

319

Der Tod eines heißgeliebten Menschen ist die eigentliche Weihe für eine höhere Welt. Man muss auf Erden etwas verlieren, damit man in jenen Sphären etwas zu suchen hat.

Friedrich Hebbel

320

Tod ist verschlungen ins Licht, zwischen Wahrheit und Schein. Ach, du entfliehst ihm nicht, alles Sein ist Gericht. Du aber fürchte dich nicht: Jedes Lebensgedicht fällt ins Unendliche heim.

Paul Wimmer

321

Wo kein Weg mehr ist, ist der Beginn des Weges.

Manfred Hausmann

322

Ich verlasse die Welt und gehe zum Vater.

Abschiedsworte Jesu

323

Der Tod eines geliebten Menschen ist das Zurückgeben einer Kostbarkeit, die uns Gott unverdient lange geliehen hat.

Margarete Seemann

324

Da ist ein Land der Lebenden und ein Land der Toten. Die Brücke zwischen ihnen ist die Liebe, das einzig Bleibende, der einzige Sinn.

Thorton Wilder

325

Kehrt am Abend auch Weinen ein, am Morgen kommt wieder die Freude.

326

Herr, gedenke mein nach deiner Gnade!

327

Das Leben mit seinen verschiedenen Epochen ist eine Schatzkammer. Wir werden reich in jedem Gewölbe beschenkt; wie reich, das erkennen wir erst bei Eintritt in das nächste Gewölbe.

Friedrich Hebbel

328

Herr, unser Gott, wir danken Dir, dass Du ihn/sie so lange erhalten hast. Lass ihn/sie nun in Deiner Liebe sein und schenke ihm/ihr Dich, Deine Gnade, das Licht der Auferstehung.

329

Gott ist`s der deine Schuld vergibt, der alle deine Leiden heilt, der vor dem Grab dein Leben rettet.

Psalm 102,3

330

Gott, Vater im Himmel, wir haben sie/ihn geliebt – nun empfehlen wir sie/ihn Deiner Lieb.

331

Herr, unser Gott, du hast deinen/deine Diener/in die Gnade des christlichen Glaubens geschenkt. Vollende das Werk, das du in ihm/ihr begonnen hast und führe ihn/sie zur ewigen Freude.

332

Ihm hab ich mich ergeben, zu sterben und zu leben, sobald er mir gereut. Es sei heut oder morgen, dafür lass ich ihn sorgen: er weiß allein die rechte Zeit.

333

Was kann ich von den Menschen empfangen, wenn ich mich nicht demütige für sie.

Saint-Exupèry

334

Wer dem Leid nicht ins Antlitz gesehen hat, wird niemals die Freude erblicken.

Kahlil Gibran

335

Wir danken dir, Gott für unseren/unsere
Vater/Mutter, der/die uns so nahe und kostbar war. Wir danken dir für alle Freundschaft, die von ihm/ihr ausgegangen, für allen Frieden, den er/sie gebracht hat.
Nichts von diesem Menschenleben möge verloren gehen.

336

Herr, unser Gott, schenke ihm/ihr durch deine Gnade das ewige Leben in Herrlichkeit. Die Liebe aber, die uns mit ihm/ihr verbindet, möge fortdauern in der Gemeinschaft der Herzen.

337

In deine Hände, Herr, befehle ich meinen Geist. Du hast mich erlöst, Herr, du treuer Gott.

338

O Herr, gib ihm/ihr die ewige Ruhe! Und das ewige Licht leuchte ihm/ihr! Herr, lass ihn/sie ruhen in Frieden!

339

Göttliches Herz Jesu, bekehre die Sünder, rette die Sterbenden, befreie die armen Seelen aus dem Fegefeuer.

340

Herr, wir glauben, du bist mild und voll Erbarmen. Deine guten Hände vertrauen wir unsere Toten.

341

Ich gehe zu dem zurück, der mein und euer Vater ist, mein Gott und euer Gott.

342

Im Kreuz unseres Herrn Jesus Christus ist Auferstehung und Heil.

343

Wer heimkehrt zum Herrn, bleibt in der Familie.

Hl. Hieronymus

344

Sterben ist Umziehen in ein anderes Haus.

E. Kübler-Ross

345

Verliere die Erde die du kennst, um tiefer zu kennen.
Verliere das Leben, das du hast, um tiefer zu leben.
Verlasse die Menschen, die du liebst, um tiefer zu lieben.
Finde ein Land gütiger als die Heimat, weiter als die Erde.

346

Warum die Nacht fürchten? Warum sie nicht eher lieben, wo sie es doch ist, die die Sterne heraufführt? Und wer weiß denn nicht, dass in den finstersten Nächten die Sterne sich schmücken mit ihrer funkelndsten Pracht.

Helder Camara

347

Der Herr sei neben dir, um dich in die Arme zu schließen.
Der Herr sei in uns, um uns zu trösten.

Gebet aus dem 4 Jh.

348

Eine Ungerechtigkeit haftet an jedem Leid, auch an einem, dass in den Augen der Menschen noch so verdient ist.

Albert Camus

349

Ich habe den guten Kampf gekämpft, den Lauf vollendet, den Glauben bewahrt. Jetzt harret meiner die Krone der Gerechtigkeit.

350

Der Tod –
ein Gottesgebot, Heimkehr zum Schöpfer hin,
des Lebens Urbeginn – Heimkehr zu Gott.

351

Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen, aus lauter Güte.

352

Selig der Mensch, der auf Gott vertraut und in seinem Herzen beschließt, die heilige Reise anzutreten.

353

In starken Menschen werden große Schmerzen und Freuden zu überschauenden Anhöhen des ganzen Lebensweges.

Jean Paul

354

Wer weiß denn, dass Leben nur ein Sterben ist und das, was wir Sterben nennen, Leben?

Euripides

355

O mein Gott, ich glaube an dich, weil du die ewige Wahrheit bist;
ich hoffe auf dich, weil du allmächtig, gütig und getreu bist;
ich liebe dich, weil du das höchste Gut bist.

356

Er wird alle Tränen von ihren Augen abwischen: Der Tod wird nicht mehr sein, keine Trauer, keine Klage, kein Mühsal. Denn was früher war ist vergangen.

357

Siehe, ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.

358

Du bist nicht verstorben, nur uns vorausgegangen.

359

Wenn uns das Leben gefällt, darf uns der Tod nicht abstoßen, denn er kommt aus der Hand des gleichen Meisters.

Michelangelo

360

Alles in der Welt ist merkwürdig und wunderbar für ein Paar wohl geöffnete Augen.

361

Kurz war dein Leben, voll von Plänen.
Ein Frühlingstraum, fast nur ein Augenblick…
Wir denken dein und weinen viele Tränen, in tiefstem Herzen ein unendlich Sehnen nach einem nun verlor`nen Glück.

362

Tretet her, ihr meine Lieben, nehmet Abschied, weinet nicht mehr. Heilung konnt` ich nicht mehr finden, meine Leiden waren so schwer. Und so ziehe ich von dannen, schließ die müden Augen zu, haltet innig, treu zusammen, gönnet mir die ewige Ruh.

363

Sei getrost und unverzagt, denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir wandeln und wird die Hand nicht abtun, noch dich verlassen.

364

Seele des Menschen – wie gleichst du dem Wasser! Schicksal des Menschen – wie gleichst du dem Wind.

Goethe

365

Die Mutter war`s , was braucht`s der Worte mehr!

366

Das Leben ist eine Reise, die heimwärts führt.

367

Dort werden wir im Licht erkennen, was hier auf Erden dunkel war.

368

Im ewigen Gedenken lebt der Gerechte fort.

Psalm 37

369

Der Tod ist ein vorübergehender Schwächezustand.

Max Brod

370

Wer in der Liebe lebt,
der lebt in Gott – und Gott lebt in ihn.

371

Über allen Gipfeln ist Ruh`, in allen Wipfeln spürest du kaum einen Hauch; die Vöglein schweigen im Walde, warte nur, balde ruhest du auch.

J. W. von Goethe

372

Wir geh`n dahin wie Tag und Traum; kein Wunsch hält unser Leben fest. Dein Glanz, o Herr, erstrahle uns, wenn unser kleines Licht erlischt.

373

Meinem Gott gehört die Welt, meinem Gott das Himmelszelt, ihm gehört der Raum, die Zeit, sein ist auch die Ewigkeit.

Arno Pötzsch

374

Wenn wir unsere Prüfungen bestanden haben,
dann dürfen wir unser Leben abschließen –
das bedeutet:
Wir dürfen heimkehren in unser wirkliches Zuhause – zu Gott.

375

An der Schwelle zur Ewigkeit steht Gott, um seine Kinder der irdischen Mühsal zu entheben.

376

Sterben, das heißt diesem armen Leben seine ewige leuchtende Krone geben.

377

In der Blüte deiner schönsten Jahre,
mit dem Bewusstsein werdender Kraft,
in der schönsten Lebensblüte hat dich der Tod dahingerafft.
Doch für jene, die dich liebten, war dein Scheiden viel zu früh.
Die im Leben dir ergeben, vergessen dich im Tode nie!

378

Ich suche Gott, diesen manchmal unverständlichen, fernen Freund. Ich suche seine Zuwendung, seine Zärtlichkeit. Ich suche Geborgenheit in ihm, Entspannung in seiner Liebe zu mir. Wenn ich mich von ihm gehalten weiß, muss ich nicht mehr stark sein, darf weich werden und schwach sein.

379

Gott kann Wege aus der Aussichtslosigkeit weisen. Er will das dunkle Gestern in ein helles Morgen verwandeln – zuletzt in den leuchtenden Morgen der Ewigkeit.

Martin Luther King

380

Der Tod ist kein Abschnitt des Daseins, sondern nur ein Zwischenergebnis, ein Übergang aus einer Form des endlichen Seins in eine andere.

W. v. Humbolt

381

Wenn alles käme, wie du gewollt es hast, und Gott dir gar nichts nehme und gäb dir keine Last, wie wär`s da um dein Streben o Menschenkind bestellt, du müsstest fast verderben, so lieb wär dir die Welt.

382

Die Zeiten gehen hin und für jeden kommen einmal die Jahre, wo er merkt, dass sie hingegangen sind, und er sich wundert, dass er nichts getan hat, sie aufzuhalten.

383

Wenn du uns heimführst aus den Tagen der Wanderschaft, uns heimbringst aus der Dämmerung in dein beglückendes Licht, das wird ein Fest sein!

Psalm 126

384

Geliebte mein, wehrt den Tränen,
die ihr an meinem Grabe weint,
was hilft euch euer banges Sehnen;
Gott hat es gut mit mir gemeint.
O nehmt doch dieses Trostwort an:
Was Gott tut, das ist wohlgetan.

385

Zu unseren dunkelsten Stunden kam niemand tröstend herein. Sie müssen einsam getragen und ausgelitten sein.
Und auch die liebste Seele muss vor der Schwelle stehn,
weil unsere schwersten Stunden in Gottes Hände gehen.

386

Wir wurden mit ihm begraben, durch die Taufe auf den Tod, damit so wie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den Toten aufgeweckt wurden, auch wir in dieser neuen Wirklichkeit leben.

387

Unser gemeinsamer Lebensweg ist plötzlich und unerwartet zu Ende gegangen.

388

So viel Weisheit hat der Mensch: wie er Gutes tut, und nicht mehr.

Aegidius von Assisi

389

Der Gedanke an die Vergänglichkeit aller irdischen Dinge ist ein Quell unendlichen Leids – und ein Quell unendlichen Trostes.

M. Ebner Eschenbach

390

Man kann mich meiner Güter berauben. Man kann mein Blut vergießen und meinen Körper verbrennen, aber meinen Geist kann man nicht verletzen, und meine Wahrheit bleibt unantastbar.

391

Die Blätter fallen, fallen wie von weit, als welkten in den Himmeln ferne Gärten; sie fallen mit verneinender Gebärde. Wir alle fallen. Diese Hand da fällt. Und sieh dir andre an: es ist in allen. Und doch ist Einer, welcher dieses Fallen unendlich sanft in seinen Händen hält.

392

Es ist nicht gut, dass alle deine Wünsche erfüllt werden: durch Krankheit erkennst du den Wert der Gesundheit, durch das Böse den Wert des Guten, durch Hunger die Zufriedenheit, durch Anstrengung den Wert der Ruhe.

Heraklit

393

Deine Krankheit, Tag und harte Stunden sind jetzt geendet und verschwunden. Jesus war dein herzliches Verlangen, du hast ihn auch zum Trost empfangen. Ganz bereit schliefst du im Tode ein, deine Seele wird dort ewig glücklich sein.

394

Hat der Tod uns auch geschieden, unsere Liebe schied er nicht, Teure Gattin/Teurer Gatte ruh in Frieden, unsere Liebe stirbt ja nicht!
Ich hoffe auf ein Wiedersehn vereint mit dir in Himmelshöhn.

395

Gottes Wille ist geschehen,
unser Trost ist Wiedersehen.

396

Ein gutes Vaterherz hat aufgehört zu schlagen.

397

Als Mensch bin ich alt und krank und werde sterben. Ich werde kein Stein sein, keine Wolke und keine Glocke, sondern Erde und Asche, aber darauf kommt es nicht an.

398

Die Trauer ist wie die Freude ein menschliches Gefühl, wenn auch ein schmerzliches.
Aber sie birgt gleich der echten Freude ein göttliches Ahnen. Nur die Gleichgültigkeit wirkt tödlich.

399

Die Kraft ging zu Ende,
o Herr, nimm mich auf in deine Hände.